Codenames: Pictures im Test

05.11.2016 21:00 von Daniel



Codenames Pictures CoverDer Gewinner des diesjährigen Spiel des Jahres 2016 war Codenames, veröffentlich bei Czech Games Edition. Es ist ein brillantes Wortspiel in dem Assoziation und Einfühlungsvermögen in die Spieler des eigenen Teams zum Ziel führt. Nach einem erfolgreichen Jahr bekommen wir nun den Nachfolger auf den Vorweihnachtsspieltisch. Codenames: Pictures.

Im Grund wird dieselbe einnehmende Erfolgsformel verwendet, die sogar ein Mix von Codenames und Codenames: Picutures ermöglicht. Nur sind es diesmal nicht Wörter sondern Piktogramme die verlinkt werden müssen.

Um zu verstehen warum Codenames: Pictures einem so in den Bann zieht, muss man das Konzept verstehen welches auch hinter Codenames steht. 2 Teams rivalisierender Geheimdienste versuchen so schnell wie möglich Ihre Agenten zu kontaktieren. Ein Teammitglied jedes Teams ist der Geheimdienstchef, der die Orte der Agenten kennt. Die Chefs müssen nun Hinweise geben, um die Teammitglieder zu den Agenten zu dirigieren. Das Team, welches zuerst alle seine Agenten kontaktiert gewinnt. Ein Team besteht aus mindestens 2 Personen. Es gibt auch eine 2 Spieler Variante, es macht aber ab 4 Personen deutlich mehr Spaß. Es kann auch zu 6 oder 8 gespielt werden.

Praktisch geht es hierbei um das Erraten von Wörtern mit Hilfe eines assoziativen Hinweises. Zu Spielbeginn wird ein Raster von 5 x 5 Wortkarten (in Codenames) bzw. ein 5 x 4 Raster von Bilderkarten (in Codename: Pictures) ausgelegt. Diese repräsentieren entweder Agenten des eigenen oder des gegnerischen Teams. Können jedoch auch unbeteiligte Menschen oder eine gefährlicher Attentäter sein. Die Geheimdienstchefs decken dann eine Karte auf, die Ihnen verrät wo die Agenten sind. Nur die Geheimdienstchefs bekommen diese Information.

Codenames Pictures Spielaufbau

Jeder Chef darf immer genau einen Hinweis in Form eines einzigen Wortes geben. Dieser soll die Teammitglieder zu den Agenten führen. Zu dem Hinweis darf der Geheimdienstchef noch eine Zahl nennen die angibt auf viele Agenten sein Hinweis sich bezieht. Der Trick dabei ist, dass der Hinweis so gestaltet wird damit er nicht falsch interpretiert werden kann und die Teammitglieder nicht zu einem Unbeteiligten führt, denn dann endet euer Zug sofort. Oder man deckt einen generischen Agenten auf, was auch den Spielzug beendet. Oder es kommt ganz schlimm und der Hinweis führt zu dem Attentäter. Dann endet das Spiel sofort.  

Designer Vlaada Chvátil hat die Eleganz dieses Konzepts unverändert beibehalten und dennoch ein neues Spiel kreiert. Codenames: Pictures spielt sich nahezu identisch, lediglich ein 5 x 4 Raster wird verwendet, fühlt sich aber dennoch anders an.

Der wahre Unterschied liegt in den Karten selbst. Bisher wurden einzelne Wörter wie Mund, Burg, Wal und so weiter auf den Karten dargestellt. Der Geheimdienstchef musste überlegen wie er so viele Wörter wie möglich kombiniert um die Teammitglieder zu lenken. Natürlich aber nur zu den eigenen Agenten auf dem Feld. In Pictures werden Piktogramme auf den Karten gezeigt, die relativ abstrakt gehalten sind und auf sehr vielfältige Weise interpretiert werden können.

Hier ein paar Beispiele:

 Codenames Pictures Karten

Das Spiel beinhaltet insgesamt 280 Karten. Jede Karten ist einzigartig und gibt dem Spiel hierdurch hohes Wiederspielpotential. Es ist denkbar, dass zukünftig durch Add-on Packs neue Karten ins Spiel gebracht werden, wodurch das Spiel erneuert werden kann. 

Ein Spiel dauert ca. 15 Minuten. Wird allerdings der Attentäter aufgedeckt kann es allerdings auch bereits nach wenigen Minuten vorbei sein. Es ist definitiv ein Spiel welches man nach dem ersten Spiel neu auslegt und direkt eine weitere Runde beginnt.

 Eine Beschreibung des Spiels ist allerdings schwer. Bevor man nicht das erste Spiel gemacht hat, erschließt sich einem die Freude und der Spaß dieses Spielprinzips nur schwer. Der Geheimdienstchef muss ständig abwägen wie sein Hinweis interpretiert werden kann. Er versucht einen Hinweis zu geben der so viele Agenten (Bilder) miteinander verbindet wie nur möglich, jedoch steigt die Gefahr der Irrführung. Die Spieler auf der anderen Seite haben einen ebenso schweren Job. Sie müssen die verworrenen Hinweise entschlüsseln. Besonders im Team macht dies Spaß. Man berät sich und versucht den Hinweis aufzulösen. Es geht nicht rein um die wörtliche Interpretation des Hinweises sondern die um die übergeordnete Verbindung, die ein Wortspiel, eine Metapher, eine Kontext enthalten kann und entschlüsselt werden muss. Auch die Einordnung der Erfahrung und die Persönlichkeit des Geheimdienstchefs spielt eine Rolle bei der Analyse des Hinweises. Dies gibt dem Spiel eine große Tiefe.

Während das Raster langsam mit blauen oder roten Markern der entdeckten Agenten gespickt ist, steigt die Spannung. Wer zuerst alle seine Agenten findet gewinnt. Dies führt zu höhere Risikobereitschaft, den idealen Tipp zu geben und an dem generischen Team vorbeizuziehen. Freude und Gelächter zum Ende des Spiels sind so sicher wie das Amen in der Kirche und man diskutiert wie man diesen und jenen Hinweis eigentlich gemeint hatte.

 

Fazit:

Wir lieben das neue Codenames: Pictures. Es ist ein bekanntes Spielsprinzip was durch die neuen Bilder doch anders und frisch ist. Gerade die Möglichkeit Codenames und Codenames: Pictures zu mixen sind ein großer Bonus, es wird nie Langeweile aufkommen.  

Wie auch bei Codenames, wir finden nichts wirklich Schlechtes an dem Spiel. Jeder, der bisher dieses Spiel spielte, war in kürzester Zeit von dem Spiel überzeugt und wollte direkt die nächste Runde spielen. Es ist ein einfaches, soziales und schnelles Spiel. Ob Jung oder Alt, es ist ein gutes Spiel für zwischendurch und wird viele Speicher in kürzester Zeit begeistern.  

Wenn Ihr schon Codenames: Pictures gespielt hab und Anregungen oder Kritik habt, so lasst es uns wissen.

 

 



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