Die Nominierungen zum Spiel des Jahres 2018 stehen fest

14.05.2018 12:15 von Daniel



Spiel des Jahres Logo 2017Mann oh Mann.. das Jahr rasst vorbei und es gibt noch so viele Spiele die gespielt werden müssen. Aber immer wieder stellt sich die Frage, was soll man spielen. Egal ob Vielspieler die kurz vorm Brettspielburnout stehen oder Gelegenheitsspieler, Nominierungen bzw. diverse vergebene Preise im Brettspielbereich können ein Wegweiser durch den Dschungel der Spiele sein. 

Also auch für uns ein Grund die Nominierten in der nächsten Zeit näher anzuschauen: 

Nominiert für die Wahl zum „Spiel des Jahres 2018“:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Azul von Michael Kiesling
Verlag: Next Move
Alter: ab 8 Jahren
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 30-40 Minuten
Das abstrakte „Azul“ vereint vermeintliche Gegensätze: Die fast schon nüchterne Funktionalität des Spielbretts ist ein gelungener Kontrast zur wunderbaren Ästhetik des entstehenden Mosaiks. Die Haptik der Kachelsteine verstärkt den wertigen Eindruck. Allein das Material ist ein Genuss. Zudem ist Autor Michael Kiesling die Meisterleistung gelungen, einem einfachen Auswahlmechanismus so viel Tiefgang zu verleihen, dass dieser einen nahezu endlosen Wiederspielreiz auslöst. 

Luxor von Rüdiger Dorn
Verlag: Queen Games
Alter: ab 8
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 45  Minuten
Aus dieser Grabstätte weht den Abenteurern kein abgestandener Muff entgegen, sondern eine wohltuend frische Brise. Rüdiger Dorn legt mit „Luxor“ eine moderne Interpretation des Schatzsammelspiels vor, in dessen Zentrum der sowohl schnell verständliche als auch fordernde Kartenmechanismus steht. Dieser erweist sich als hervorragende Grundlage für ein immer wieder spannendes Positions-Gerangel. Da würde der Pharao selbst wohl am liebsten noch einmal mitmachen.
The Mind von Wolfgang Warsch
Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Alter: ab 8
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 20-30 Minuten
Kooperativer Kaufhauseinbruch für 1 bis 8 hektische Helden
 Wie soll das gelingen? Eine Frage, die sich jeder vor seiner ersten Partie „The Mind“ stellt. Dann folgt die Überraschung: Es funktioniert! Ohne Absprachen oder Gesten schafft es das Team, die gemeinsame Aufgabe zu erfüllen. Verblüffend! Faszinierend! Genial! Wolfgang Warsch synchronisiert die Spielewelt. Emotionale Momente bereichern dabei die zunehmende Verschmelzung von Geist und Materie. Eine erstaunliche Erfahrung, die jeder Spieler mal gemacht haben sollte.
 
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 6 weiteren Spielen.

5-Minute Dungeon 
Facecards
Majesty
Memoarrr!
Santorini
Woodlands

Nominiert für die Wahl zum „Kinderspiel des Jahres 2018“:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Emojito! von Urtis Šulinskas
Verlag: HUCH! & friends
Alter: ab 7
Spielerzahl: 2-14
Dauer: 30 Minuten
Was beglückt mein Gegenüber? Oder was betrübt es? Das sind Fragen, die Menschen vom jüngsten Alter an beschäftigen. Hier können sie es gemeinsam herausfinden. Der Autor Urtis Šulinskas hat ganz viel Gefühl in dieses kindgerechte Partyspiel gepackt. Die genialen Illustrationen von Tony Tzanoukakis erzählen zu dem einzelnen eine kleine Geschichte. In welcher der Spielvarianten auch immer: Es schult das Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Und am Ende bleiben Jubel, Trubel, Heiterkeit.
 
Funkelschatz von Asger Sams Granerud Daniel Skjold Pedersen
Verlag: Haba
Alter: ab 5
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 15 Minuten
Dieser Drachenpapa lässt nicht nur Eis, sondern auch Kinderherzen schmelzen. Hier fiebert die ganze Familie gerne mit. Ein Tochter-Vater-Gespann, die Autoren Lena und Günter Burkhardt, verbindet eine kindgerechte Geschichte, einen klassischen Mechanismus und faszinierendes Material zu einem Spieleabenteuer, das Kinder immer wieder fesselt. Beim Einschätzen und Sammeln sind ein kühler Kopf, ein Quäntchen Glück und Fingerspitzengefühl gefragt. (Drachen-)Papa ist der Beste.
 
Panic Mansion von Asger Sams Granerud Daniel Skjold Pedersen
Verlag: Blue Orange Games
Alter: ab 6
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 30 Minuten
Es geht so einfach los. Wie Panic Mansion funktioniert, versteht man schon, sobald man die Schachtel in die Hand nimmt und umdreht. Schauen, Schütteln, Schadenfreude: Darauf bauen die beiden Autoren Asger Sams Granerud und Daniel Skjold Pedersen behutsam auf; mit den Varianten wandelt sich das muntere Kinderspiel zu einem herausfordernden Familienspiel. Dieses verrückte Spukhaus verbreitet nicht Angst und Schrecken, sondern reinen Spielspaß.
 
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 6 weiteren Kinderspielen.

Die Legende des Wendigo
Dino World
Rhino Hero Super Battle
SOS Dino
Speed Colors

Nominiert für die Wahl zum „Kennerspiel des Jahres 2018“:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Die Quacksalber von Quedlinburg von Wolfgang Warsch
Verlag: Schmidt Spiele
Alter: ab 10
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 45 Minuten
Das Köcheln mit zufällig gezogenen Zutaten sorgt bei „Die Quacksalber von Quedlinburg“ für Geschmacksexplosionen und für ein Feuerwerk der Emotionen. Schadenfreude, Jubel und Wehklage wechseln sich in schneller Abfolge ständig ab. Ein reines Glücksspiel? Nein, denn Autor Wolfgang Warsch lässt den Spielern dank des exquisiten Grundrezepts viele taktische Freiheiten beim Verfeinern. So wird aus der Tüten-, äh Beutelsuppe ein schmackhaftes Gericht für Spielegourmets.
 
Ganz schön clever von WolfgangWarsch
Verlag: Schmidt Spiele
Alter: ab 10
Spielerzahl: 1-4
Dauer: 30 Minuten
„Ganz schön clever“ fasziniert als flottes Würfelspiel mit gehobenem Anspruch. Autor Wolfgang Warsch hat mehrere Mini-Aufgaben so intelligent miteinander verknüpft, dass die Spieler mit jedem Wurf eine knifflige Entscheidung treffen müssen. Das erzeugt Spannung und weckt Ehrgeiz, in immer wieder neuen Partien den Highscore hochzutreiben. Ganz schön clever? Dieses Versprechen von Autor Wolfgang Warsch wird nicht nur gehalten, sondern noch übertroffen. 
 
Heaven & Ale von Michael Kiesling und Andres Schmidt
Verlag: eggertspiele
Alter: ab 12
Spielerzahl: 2-4
Dauer: 60-90 Minuten
„Heaven & Ale“ demonstriert mit seiner klaren Struktur, dass das Reinheitsgebot auch auf Spieldesign anwendbar ist: Das Werk des Autorenduos Michael Kiesling und Andreas Schmidt überzeugt aus seinem Kern heraus. Die schnörkellose Mechanik stellt die Spieler immer wieder vor eine knifflige Herausforderung. Die richtige Ressourcen-Balance und das passende Timing bei den knappen Wertungsmöglichkeiten zu finden, ist eine anregende Aufgabe für erfahrene Kennerspieler. 
 
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 2 weiteren Kennerspielen.
Klong!
Pioneers
(Infos aus der Mitteilung des Spiel des Jahres e.V.)