Icecool - Gewinner des Kinderspiel des Jahres 2017

20.06.2017 06:35 von Daniel



Icecool Brettspiel Nachdem nun der Gewinner des Kinderspiel des Jahres 2017 bekannt ist, wird es für uns Zeit, sich das Spiel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.  Worum geht es? Was macht das Spiel aus? Warum hat es gewonnen? 

Icecool ist ist ein Schnipsspiel, also ein Brettspiel welches Elemente hat die mit dem Finger geschnipst und dadurch bewegt werden. Erschienen ist das Spiel im Amigo Verlag und wurde von Brian Gomez designt. 

WORUM GEHT ES

Das Spiel ist schnell erklärt, denn die Regeln sind kurz und für die angedachten 2-4 Mitspieler ab 6 Jahren schnell zu begreifen. Dauer ca. 30 Minuten. 

Wir sind Pinguine in der Pinguinschule, deren Boden komplett vereist ist, und versuchen leckere Fische zu fangen. Für jeden Fisch erhält man eine Karte mit Siegpunkten. Drei der eigenen Farbe gibt es und wenn diese eingesammelt sind, dann endet die Runde. Das Spiel wird über mehrere Runden gepielt und am Ende werden die gesammelten Siegpunkte der einzelnen Runden addiert. Der Spieler mit den höchsten Siegpunkten gewinnt. 

Aber der Hausmeister der Schule (der Jäger) will den jungen Pinguinen einen Strich durch die Rechnung machen. Er versucht Sie zu fangen und Ihnen die Ausweiße abzunehmen. Wenn der Jäger alle Ausweise gesammelt hat, endet die Runde ebenfalls und er erhält eine Karte für jeden Ausweiß den er abgeknöpft hat (inkl. der eigenen) und sammelt hierüber Siegpunkte. 

Da einer der Spieler den Jäger übernehmen muss, wächselt dieser von Runde zu Runde und so wird jeder einmal vom Fischjäger zum Jäger in Form des Hausmeisters. 

WAS MACHT DAS SPIEL AUS

Beim Öffnen der Verpackung ist man erstmal etwas verdutzt, denn im Grunde sind in der Spielschachtel weitere Schachteln enthalten die entnommen und zu einem größeren Spielplan - der Schule - zusammengesetzt werden müssen. Diese 3D Schule sieht schon echt cool aus und bietet eine tolle Spielfläche. Allein das ist schon einen Preis wert. Ansonsten ist nicht viel in der Schachtel enthalten, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn Spielspaß bekommt man erst durch die Aktionen des Snipsens. 

Wenn man nämlich nach den ersten ungelenkten Versuchen den Dreh etwas raus hat, dann kommen echt coole Manöver zustande. Mal gewollt und mal ungewollt... Man kann den Pinguin über die Bande abprallen lassen um Ihn dahin zu bekommen wo er hin soll... selbst ein Sprung über die Mauer ist mit etwas Übung sehr gut machbar. 

Genau das macht den Reiz aus. Wilde Tricks machen, Punkte sammeln und schnipsen was das Zeug hält. 

WARUM HAT ES DEN PREIS DER JURY GEWONNEN

Begründung der Jury: Da sage noch einer, Schule sei uncool. Schule ist cool, icecool. Ist die Arena erst einmal aufgebaut, können Spielkinder jedes Alters gar nicht anders, als sofort die Pinguine über das Eis schlittern zu lassen. Die Lernkurve ist groß – mit Übung sind erstaunliche Tricks möglich. Hier stimmt alles: Brian Gomez verbindet eine originelle Spielgeschichte, eindrucksvolle Ausstattung, detailverliebte Illustration und fordernden Ablauf zu einem idealtypischen Geschicklichkeitsspiel.

UNSERE MEINUNG

Wer Schnipsspiele mag, sollte sich das Spiel auf jeden Fall einmal anschauen und birgt auch Spaß für die großen Kinder ab 18. Da es ein Kinderspiel ist, darf man nicht viel Tiefgang erwarten und der Glücksfaktor ist sehr hoch, aber als Warmmacher beim Spieleabend ist es für Erwachsene wärmstens zu empfehlen. 

Aber das Spiel richtet sich an Kinder und da enfalltet es seine volle Stärke. Die haben Spaß! Soviel sogar, da werden die Siegpunkte doch glatt vergessen und man kann es nicht erwarten endlich wieder an der Reihe zu sein. Das hat wahrlich ein Prädikat wie Kinderspiel des Jahres 2017 verdient.