Pandemic - die Schreckensherrschaft des Cthulhu

12.10.2016 18:03 von Daniel

Pandemic Lovecraft Cthulhu Kooperativ

Hallo Brettspiel-Freunde. Wir haben das neue Pandemic - die Schreckensherrschaft des Cthulhu frisch erhalten und möchten euch unseren ersten Eindruck in einem Review mitteilen.

  Pandemic Cthulhu Spielaufbau und Inhalt

Wenn Ihr 2-4 Spieler um den Tisch versammelt habt, das Licht gedimmt und düstere Klänge als Hintergrundmusik laufen lasst, seid Ihr bereit eure Rolle als einer der 7 zur Verfügung stehenden Ermittler aufzunehmen: Zauberer, Jäger, Reporter, Detektiv, Doktor, Mystiker und Fahrer.  Jeder hat seine eigenen Fähigkeiten die das Spielen eines Ermittlers immer wieder ein wenig anders gestaltet. Für jeden Charakter kommen 25mm große Figuren mit. Diese sind nett gestaltet, haben allerdings nicht die Qualität wie bei manch anderen Tabletop Spielen.

Darüber hinaus stehen weiter Minis für ein atmosphärisches Spielerlebnis zur Verfügung: 26 Kultisten und 3 Shoggothen. Die diversen Marker und Karten sowie auch das Spielbrett sind wirklich top gestaltet und spiegeln das Lovecraft Universum authentisch wieder. Die Qualität Komponenten ist echt klasse.

Auf dem Spielbrett werden 4 bekannte Orte aus den Büchern dargestellt: Arkham, Dunwich, Innsmouth, und Kingsport. Jede Stadt unterteilt sich in 6 Teile.

Zu erwähnen wäre noch, dass ein schönes Inlay vorhanden ist, in dem die Figuren wunderbar Ihren Platz finden.

Worum geht es? Wie bei vielen Cthulhu Spielen, ist es die Aufgabe, Tore in eine andere Dimension zu schließen. Es gibt in jeder Stadt eines, also 4 Stück. Durch das Schließen jener Tore sollen die großen Alten, die fremden Wesen, daran gehindert werden, auf die Erde zu kommen. Schaffen sie es, ist das Spiel verloren. Und was machen diese Wesen hier? Sagen wir es so… wir werden davon nicht mehr viel mitbekommen.
Tore schließen, aber wie? Durch das Sammeln von Hinweisen der Stadtfarbe könnt Ihr die Tore durch eine Aktion schließen. Aber keine Sorge, so einfach wie es sich anhört die Tore zu schließen ist es nicht. Wie bei anderen Pandemic Spielen gibt es auch hier viele Wege zu verlieren: Wenn die Spielerkarten ausgehen ist es vorbei. Wenn die Beschwörungskarten verbraucht sind, ist es vorbei. Wenn man keine Kultisten mehr auf dem Brett platzieren kann, ist es vorbei. Kann man keine Shoggothen mehr setzen, ist es vorbei. Wenn Cthulhu durch das Tor tritt, ja, dann ist es auch vorbei.  

Zu Spielbeginn werden in den Stapel der Spielerkarten Artefaktkarten gemischt, die während des Spiels die Ermittler unterstützen. Aber leider gibt es auch schlechte Karten in diesem Stapel. Diese werden „das Böse regt sich“ genannt. Wie in klassischen Pandemic stellen diese die Ausbruchskarten dar. Das Aufdecken einer „das Böse regt sich“ Karte beschwört einen Großen Alten herauf und ein Shoggoth erscheint auf dem Board. Shoggothen sind von den Alten erschaffene Wesen die durch die Gedanken der Alten gelenkt werden können und ernähren sich von organischen Stoffen, wozu wir Menschen leider auch gehören.
Ach, an dieser Stelle sei noch erwähnt, dass einer der großen Alten ebenfalls beschwört wird, wenn ein 4. Kultist in einem Ort platziert wird, oder ein Shoggoth durch ein Tor schreitet.

Da es sich um ein Cthulhu Spiel handelt, müssen die Spieler ständig Ihren geistigen Zustand im Auge behalten. Dieser nimmt leider schnell ab wenn man auf Shoggothen trifft. Kein Wunder, so wie die Dinge aussehen… Oder wenn einer durch ein Tor geht.

Immer wenn einer dieser Situationen Eintritt wird der Stabilitätswürfel geworfen was gelegentlich zum Wahnsinn eure Ermittler führt. Ihr könnt dennoch weiterspielen und müsst nicht bis zum Ende der Partie dem grauen unbeteiligt zusehen. Allerdings verliert Ihr eure Charakterfähigkeit für das Spiel.

Es gibt bereits viele Kooperationsspiele die das Cthulhu Thema aufgreifen. Arkham Horror, Mansions of Madness, Elder Sign und v.m. Daher stellte sich mir die Frage, braucht es noch ein Weiteres? Für Fans des Lovecraft Universums wird dieses Spiel ein Pflichtkauf sein. Das Artwork ist großartig und sehr stimmig. Und wenn man schon Pandemic kennt? Nun, die Verwandtschaft ist nicht zu leugnen und man spürt die Pandemic Spielmechanik, was jedoch dem Spielspaß keinen Abbruch bringt. Für die, die allerdings Pandemic nicht mögen, empfehlen wir vorher ein Testspiel zu machen um nicht einen Fehlkauf zu tätigen.

 



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