Der Pate Corleones Empire Brettspiel CoverDer Pate - Corleones Empire entführt euch in die Mafia Filmwelt von Francis Ford Coppola bzw. die Romanvorlage von Mario Puzo. Im New York der 50er Jahre versucht ihr als einflussreiche Gangsterfamilie in den verschiedenen Stadtteilen New Yorks Aufträge auszuführen um Einfluss zu gewinnen und Unruhe zu stiften. Erpressung, Diebstahl, Mord, dass sind eure Werkzeuge die euch dem Spielziel näher bringen sollen. Final ist es eure Aufgabe für die eigene Familie so viel Geld wie möglich "erwirtschaftet" zu haben. Wer hierbei am Erfolgreichsten war, gewinnt das Spiel.

CMON und Eric M. Lang als Designer haben einen tolles thematisches Worker-Placement Spiel auf den Tisch gezaubert, welches durch einfache Regeln, schnelles Spiel und viel Atmosphäre besticht. Der hohe Anteil an Interaktion der Spieler macht besonders Spaß, denn man weiß nie, ob die eigenen Pläne nicht durch die einer anderen Famile durchkreuzt werden. 

Das Spiel könnt ihr hier vorbestellen. Als tolles Einführungsvideo legen wir euch Michael's Youtube Vorstellung von Mikes-Gaming-Net ans Herz. Was haltet Ihr von dem Spiel? Hinterlasst uns doch ruhig einen Kommentar

...und vergesst nicht, die Familie ist Alles... 

23.09.2017 12:57 von Daniel

Icecool Brettspiel Nachdem nun der Gewinner des Kinderspiel des Jahres 2017 bekannt ist, wird es für uns Zeit, sich das Spiel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.  Worum geht es? Was macht das Spiel aus? Warum hat es gewonnen? 

Icecool ist ist ein Schnipsspiel, also ein Brettspiel welches Elemente hat die mit dem Finger geschnipst und dadurch bewegt werden. Erschienen ist das Spiel im Amigo Verlag und wurde von Brian Gomez designt. 

WORUM GEHT ES

Das Spiel ist schnell erklärt, denn die Regeln sind kurz und für die angedachten 2-4 Mitspieler ab 6 Jahren schnell zu begreifen. Dauer ca. 30 Minuten. 

Wir sind Pinguine in der Pinguinschule, deren Boden komplett vereist ist, und versuchen leckere Fische zu fangen. Für jeden Fisch erhält man eine Karte mit Siegpunkten. Drei der eigenen Farbe gibt es und wenn diese eingesammelt sind, dann endet die Runde. Das Spiel wird über mehrere Runden gepielt und am Ende werden die gesammelten Siegpunkte der einzelnen Runden addiert. Der Spieler mit den höchsten Siegpunkten gewinnt. 

Aber der Hausmeister der Schule (der Jäger) will den jungen Pinguinen einen Strich durch die Rechnung machen. Er versucht Sie zu fangen und Ihnen die Ausweiße abzunehmen. Wenn der Jäger alle Ausweise gesammelt hat, endet die Runde ebenfalls und er erhält eine Karte für jeden Ausweiß den er abgeknöpft hat (inkl. der eigenen) und sammelt hierüber Siegpunkte. 

Da einer der Spieler den Jäger übernehmen muss, wächselt dieser von Runde zu Runde und so wird jeder einmal vom Fischjäger zum Jäger in Form des Hausmeisters. 

WAS MACHT DAS SPIEL AUS

Beim Öffnen der Verpackung ist man erstmal etwas verdutzt, denn im Grunde sind in der Spielschachtel weitere Schachteln enthalten die entnommen und zu einem größeren Spielplan - der Schule - zusammengesetzt werden müssen. Diese 3D Schule sieht schon echt cool aus und bietet eine tolle Spielfläche. Allein das ist schon einen Preis wert. Ansonsten ist nicht viel in der Schachtel enthalten, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn Spielspaß bekommt man erst durch die Aktionen des Snipsens. 

Wenn man nämlich nach den ersten ungelenkten Versuchen den Dreh etwas raus hat, dann kommen echt coole Manöver zustande. Mal gewollt und mal ungewollt... Man kann den Pinguin über die Bande abprallen lassen um Ihn dahin zu bekommen wo er hin soll... selbst ein Sprung über die Mauer ist mit etwas Übung sehr gut machbar. 

Genau das macht den Reiz aus. Wilde Tricks machen, Punkte sammeln und schnipsen was das Zeug hält. 

WARUM HAT ES DEN PREIS DER JURY GEWONNEN

Begründung der Jury: Da sage noch einer, Schule sei uncool. Schule ist cool, icecool. Ist die Arena erst einmal aufgebaut, können Spielkinder jedes Alters gar nicht anders, als sofort die Pinguine über das Eis schlittern zu lassen. Die Lernkurve ist groß – mit Übung sind erstaunliche Tricks möglich. Hier stimmt alles: Brian Gomez verbindet eine originelle Spielgeschichte, eindrucksvolle Ausstattung, detailverliebte Illustration und fordernden Ablauf zu einem idealtypischen Geschicklichkeitsspiel.

UNSERE MEINUNG

Wer Schnipsspiele mag, sollte sich das Spiel auf jeden Fall einmal anschauen und birgt auch Spaß für die großen Kinder ab 18. Da es ein Kinderspiel ist, darf man nicht viel Tiefgang erwarten und der Glücksfaktor ist sehr hoch, aber als Warmmacher beim Spieleabend ist es für Erwachsene wärmstens zu empfehlen. 

Aber das Spiel richtet sich an Kinder und da enfalltet es seine volle Stärke. Die haben Spaß! Soviel sogar, da werden die Siegpunkte doch glatt vergessen und man kann es nicht erwarten endlich wieder an der Reihe zu sein. Das hat wahrlich ein Prädikat wie Kinderspiel des Jahres 2017 verdient. 

20.06.2017 06:35 von Daniel

Conan Brettspiel SpielschachtelConan, wer kennt Ihn nicht, einst verkörpert durch Arnold Schwarzenegger, ist er der Barbar mit unübertroffenem Ruf aus den Büchern von Robert E. Howard. Als ich das Spiel bei Kickstarter unterstütze, was sich wie eine Ewigkeit anfühlt, war ich von dem ambitionierten Projekt mit vielen tollen Miniaturen und dem atmosphärischen Artwork sofort eingenommen. Es gehört zur Riege der erfolgreichsten Kickstarter Spiele mit über 3 Millionen Dollar Finanzierungsbeitrag von über 16.000 Unterstützern. Ist das allerdings gleichzusetzen mit einem guten Spiel?

Conan folgt einem Trend, den man bei Brettspielen in den letzten Jahren immer mehr sieht, Miniaturenspiele bzw. Brettspiele mit Miniaturen. Conan ist ein Paradebeispiel hierfür, denn die Miniaturen sind toll, machen das Spiel aus und es sind viele. Ein sehr hoher Detailgrad laden zum Bemalen ein, wobei einige Figuren etwas von der Qualität abfallen. Hier scheinen Unterschiede in der Produktion vorzuliegen (dies muss aber nicht so bleiben und kann bei neuerer Produktion wieder anders aussehen).

Conan Shevatas

BelitHadrathus

Die Spielschachtel selbst ist wirklich groß (und sie sieht cool aus), braucht es auch, da wirklich viel Material mitkommt. Selbst einige Dinge die überhaupt nicht gebraucht werden. Oder hab ich was übersehen? Das Grundspiel beinhaltet 4 Spielbretter die auf der Vorder- und Rückseite bedruckt sind. Dies erlaubt euch 8 verschiedene Szenarien wie auf einem Schiff, einer Taverne usw. zu spielen. Interessant ist die Tatsache, dass die Sichtlinie durch bedruckte weiße Punkte auf dem Brett markiert ist. Wenn man von diesen beiden Punkten aus eine Linie ziehen kann, ohne dass es ein Hindernis auf dem Brett durchquert, dann gibt es direkt Sicht und keine Diskussion bei den Spielern. 

Conan Spielbrett

Conan ist ein semi-kooperatives Brettspiel, in dem ein Spieler die Rolle des Overloards übernimmt und mit komplett eigenen Regeln und Regelwerk konfrontiert ist. Die meisten Spiele dieser Art haben viele Regeln und Karten durch die die man sich arbeiten muss. Ok… Conan hat ein 44-seitiges Handbuch für den Overloard. Und das soll wenig sein? Nun, davon sind 8 Seiten für die Regeln inkl. vieler Bilder. Der Rest besteht aus den Szenarien.

Conan Anleitung

Der Overloard hat ein Kunststoffablage die Book of Skellos genannt welches die Gegner für das aktuelle Szenario beinhaltet, ebenso wie die notwendigen anderen Komponenten wie die Energiesteine die eingesetzt werden können. Als Overloard brauchst du Geduld, ein Gespür für die nächsten Züge der Spieler und dem Ziel den Spielern das Spiel zur Hölle zu machen. Also es Ihnen so schwer wie möglich zu machen meine ich. Nur ein gutes Timing, wann Ihr welche Monster einsetzt, wird euch zum Sieg gegen die Helden führen. Der „River“ beinhaltet alle Monster die Ihr während des Szenarios einsetzten könnt. Wird ein Monster hieraus aktiviert, so wird esan das rechte Ende gelegt. Je weiter rechts, desto mehr Energie muss man für deren Verwendung ausgegeben werden. Die Monster, die links liegen kosten deutlich weniger. 

Book of Skellos

Die anderen Spieler übernehmen die Rolle der Helden und versuchen das gewählte Szenario zu überleben wärehn Sie dabei Aufgaben erfüllen müssen. Diese variieren natürlich je nach gewählter Quest. Die Helden haben jeweils eine Charakter-Karte auf der deren Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstung steht. Soweit so altbekannt.

Conan Spielerkarten

Blaue Energiesteine repräsentieren die Ausdauer die jeder Spieler hat und zum Durchführen von Aktionen verwenden kann. Aber jetzt kommt das besondere, jeder Spieler kann die Aktionen in beliebiger Reihenfolge und in beliebiger Anzahl durchführen (es gibt ein Maximum für bestimmte Aktion), was allerdings Energie kostet und wie sollte es auch anders sein, Energie auszugeben geht viel schneller als diese zurückzugewinnen. Dies führt dazu, dass Energiemanagement entscheidend ist. Pro Runde erhält man 2 Energie zurück, oder man entscheidet sich auszuruhen und bekommt 5 Energie, jedoch darf man sich dann nicht bewegen oder sonstige Aktionen durchführen.

Nimmt ein Held Schaden, so werden Energiesteine als Schadensmarker verwendet. Dies reduziert die möglichen Aktionen des Helden. Man hat das Gefühl seine Figur ist geschwächt, sehr stimmig. Nehmt Ihr einen Trank oder wird ein Zauberspruch ausgeführt, dann könnt ihr euch und den erlittenen Schaden heilen. Ihr erhaltet die Energiepunkte wieder zurück.

Conan Würfel

Das Spiel verwendet 3 verschiedene Würfel und ist der zentrale Mechanismus um den Kampf zu simulieren. Gelb, Orange und Rot, wobei Rot die stärksten Würfel sind. Für jeden Energiestein den Ihr in dem Kampf setzt, erhaltet Ihr einen Würfel der entsprechenden Farbe. Waffen geben euch zusätzliche Würfel. Simpel aber gut.
Im Falle von Conan würden euch 2 Energiesteine für einen Kampf 2 rote Würfel geben. Tragt Ihr eine Axt kommt ein weiterer roter Würfel hinzu. Bei einem Schwert wäre es ein oranger Würfel extra. Viele Waffen erlauben es euren Wurf zu wiederholen. Auch könnt Ihr Energie verwenden um die Ergebnisse weiter zu modifizieren.

Conan das SpielAber Miniaturen sind eins. Das Spiel muss eine gute Mechanik und ein stimmiges Spielgefühl erzeugen. Und das tut es auch absolut. Die Grafik ist super, das Spielmaterial sehr hochwertig, so dass ich mich in die Welt von Conan versetzt fühle und das Blut auf meiner Klinge förmlich schmecken kann. 

Jedoch gibt es auch Kritik die wir nicht außer Acht lassen wollen.
Ja, die Anleitung hat mir nicht gefallen, einiges war sehr undeutlich und unklar. Leider sieht man dies häufig bei Kickstartern (wobei es eher ein Problem von kleineren Verlagen ist), und zeigt wie schwer es ist eine gute Anleitung zu einem Spiel zu erstellen. Monolith arbeitet wohl schon an einer verbesserten Version. Die Szenarien sind fest an eine Spielerzahl gebunden und man muss ggf. einen Spieler 2 Figuren spielen lassen, damit das Setting funktioniert. Und dann der Preis. Das Spiel ist schon eine echte Hürde und mit eines der teuersten die es gibt. Aber nun gut, das kauft man auch nicht jeden Tag und 2 Abende in einer Kneipe können auch so viel kosten. Man bekommt auch viele Figuren, was man auch berücksichtigen sollte. Jedoch hätte es bei dem Preislevel ein paar mehr Würfel sein können, denn man kommt oft in die Situation mehr als die vorhandenen zu benötigen. Wirklich schade, da das Würfelsystem an sich gut gemacht ist. 

Auch wenn das Spiel einige Kritikpunkte hat, so macht es wirklich viel Spaß und hinterlässt einen wunderbaren Spielabend, der hoffentlich bald wiederholt wird. Das Spiel ist einfach zu lernen und bietet aber viel Tiefe für zukünftige Schlachten. Den Kauf hab ich nicht bereut, und als Freund thematischer Spiel bin ich beeindruckt von dem Mechanismus der Energiewürfel der sich so lebendig anfühlt. Wer noch Platz im Schrank für eine große Box hat, sollte nicht zögern. 

Conan Artwork

28.01.2017 23:38 von Daniel

Adrenalin CoverHallo Brettspiel-Freunde,
die erste Ankündigung von Czech Games Edtion vor einigen Monaten hat uns echt neugierig gemacht.
Wie soll dies funktionieren? Ein Brettspiel als Egoshooter? Das ist nicht möglich.


Also haben wir es uns auf der Spiel 2016 angeschaut, angespielt und sind echt verwundert gewesen. Jetzt kam die Ankündigung des Heidelberger Spielverlags, es auf deutsch zu verlegen. Wobei das Spiel relativ sprachunabhängig ist und auch ohne Weiteres auf englisch gespielt werden kann. 

Aber zurück zum Thema. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass dieses Versprechen in einem Brettspiel umgesetzt werden könnte. 
Wie soll das gehen? Die Antwort vorweg, es funktioniert, aber anders als wir uns es gedacht haben.
Normalerweise hat man einen Character und hastet in ständiger Aktion über die Map, hebt Waffen auf, besorgt sich Munition und ist auf die beste Gelegenheit aus, den Gegner in Stücke zu reißen oder irgendwie ins digitale Nirvana zu schicken. Alles das in Eile und Hektik und immer mit viel Aktion. Adrenaline macht genau dies, aber ohne die schnellen Reaktionen. Es ist ein klassiches Euro Game. Ressourcen Management und Area Control... Glück spielt hier keine Rolle am Tisch. 

Rohstoffe sind Munition. Jeden Schuss den Ihr abgebt, bedeutet eure Waffe ist leer und muss nachgeladen werden. Nachladen tut Ihr durch Energiewürfel die Ihr auf dem Spielbrett an Droppoints aufsammeln könnt. Leider kann man nicht unbegrenzt Würfel sammeln. Wie viel und welche Farbe Ihr fürs nachladen verwenden müsst, ist unterschiedlich und richtet sich nach der Waffe und deren Stärke. Sammeln oder Schießen oder Bewegen? Das ist die schwierige Frage, denn es verbraucht eine eurer beiden Aktionen, die man lieber anderweitig verwenden würde. 

Adrenalin Brettspiel Spielaufbau
Area Control bedeutet ja eigentlich, dass man ein Gebiet verteidigt bzw. neue Gebiete versucht zu erobern. Hier nicht! Echt absurd, aber es ist die Energieleiste eurer Gegner. Trefft einen eurer Gegner und Ihr dürft eigene Marker auf der Energieleiste des Gegners platzieren. Wenn der Gegner letztlich stirbt, bekommt Ihr Punkte jenachdem ob Ihr den ersten, zweiten, dritten usw. Treffer gemacht habt.
Wenn ein Spieler einmal gestorben und wieder auferstanden ist, dann ist es nicht mehr so attraktiv diesen zu treffen, da man weniger Punkte für Treffer hier erhält. So wird sichergestellt, dass nicht nur ein Spieler immer das Opfer ist. Gut gelöst und bringt eine tolle Dynamic ins Spiel. 

Versucht Ihr bei mehreren Spielern durch vereinzelte Treffer zu punkten oder geziehlt die wirksamen (mit vielen Punkten belohnten) Treffer zu setzen? Versucht man den ersten Treffer zu landen und hierfür einen Bonus zu erhalten, oder soll man eine Figur den Totestreffer versetzten und ebenfalls hierfür Bonuspunkte erhalten? Mehrer Waffen mit unterschiedlichen Fähigkeiten bedeuten mehr Auswahl, aber auch mehr Probleme beim Aufladen. Es ist ein ständiges abwägen der Möglichkeiten und Strategien die sich durch die Position der Spieler, der Droppoints für Energiewürfel, der vorhanden Waffen sowie der eigenen und gegnerischen Lebensleiste ergibt. 

Die Schnelligkeit und den Stressfaktor eines klassichen Egoshooters kann Adrenalin nicht vermitteln und verfehlt hier ganz klar die Ansage, zumindest was das erste Demospiel auf der Messe angeht. Es kann sein, wenn man das Spiel häufig spielt, die Waffen kennt und das Spiel zügig spielt, vorher seinen Zug plant und diesen dann sofort abhandelt, es schneller und hektischer werden kann. Das Gefühl, einen platzierten Schuss auf den Gegner aus seinem Versteck heraus gesetzt zu haben, kann nicht erreicht werden.

Ist das Spiel jetzt schlecht?
Nein, absolut nicht! Wem die futuristische Aufmachung und den Kampfaspekt nicht stören, bekommt hier ein Euro Game mit viel Atmosphäre, was sich frisch und neu anfühlt, ja unseres Erachtens nach bisher einzigartig ist. Uns hat es beeindruckt. Wer jedoch nicht auf Konfrontationen steht, wird hier allerdings nicht glücklich werden. Man schießt ständig und das Ziel ist den Gegner zu töten. Dies gefällt natürlich nicht jedem. Aber muss es das? 

21.11.2016 22:37 von Daniel

Codenames Pictures CoverDer Gewinner des diesjährigen Spiel des Jahres 2016 war Codenames, veröffentlich bei Czech Games Edition. Es ist ein brillantes Wortspiel in dem Assoziation und Einfühlungsvermögen in die Spieler des eigenen Teams zum Ziel führt. Nach einem erfolgreichen Jahr bekommen wir nun den Nachfolger auf den Vorweihnachtsspieltisch. Codenames: Pictures.

Im Grund wird dieselbe einnehmende Erfolgsformel verwendet, die sogar ein Mix von Codenames und Codenames: Picutures ermöglicht. Nur sind es diesmal nicht Wörter sondern Piktogramme die verlinkt werden müssen.

Um zu verstehen warum Codenames: Pictures einem so in den Bann zieht, muss man das Konzept verstehen welches auch hinter Codenames steht. 2 Teams rivalisierender Geheimdienste versuchen so schnell wie möglich Ihre Agenten zu kontaktieren. Ein Teammitglied jedes Teams ist der Geheimdienstchef, der die Orte der Agenten kennt. Die Chefs müssen nun Hinweise geben, um die Teammitglieder zu den Agenten zu dirigieren. Das Team, welches zuerst alle seine Agenten kontaktiert gewinnt. Ein Team besteht aus mindestens 2 Personen. Es gibt auch eine 2 Spieler Variante, es macht aber ab 4 Personen deutlich mehr Spaß. Es kann auch zu 6 oder 8 gespielt werden.

Praktisch geht es hierbei um das Erraten von Wörtern mit Hilfe eines assoziativen Hinweises. Zu Spielbeginn wird ein Raster von 5 x 5 Wortkarten (in Codenames) bzw. ein 5 x 4 Raster von Bilderkarten (in Codename: Pictures) ausgelegt. Diese repräsentieren entweder Agenten des eigenen oder des gegnerischen Teams. Können jedoch auch unbeteiligte Menschen oder eine gefährlicher Attentäter sein. Die Geheimdienstchefs decken dann eine Karte auf, die Ihnen verrät wo die Agenten sind. Nur die Geheimdienstchefs bekommen diese Information.

Codenames Pictures Spielaufbau

Jeder Chef darf immer genau einen Hinweis in Form eines einzigen Wortes geben. Dieser soll die Teammitglieder zu den Agenten führen. Zu dem Hinweis darf der Geheimdienstchef noch eine Zahl nennen die angibt auf viele Agenten sein Hinweis sich bezieht. Der Trick dabei ist, dass der Hinweis so gestaltet wird damit er nicht falsch interpretiert werden kann und die Teammitglieder nicht zu einem Unbeteiligten führt, denn dann endet euer Zug sofort. Oder man deckt einen generischen Agenten auf, was auch den Spielzug beendet. Oder es kommt ganz schlimm und der Hinweis führt zu dem Attentäter. Dann endet das Spiel sofort.  

Designer Vlaada Chvátil hat die Eleganz dieses Konzepts unverändert beibehalten und dennoch ein neues Spiel kreiert. Codenames: Pictures spielt sich nahezu identisch, lediglich ein 5 x 4 Raster wird verwendet, fühlt sich aber dennoch anders an.

Der wahre Unterschied liegt in den Karten selbst. Bisher wurden einzelne Wörter wie Mund, Burg, Wal und so weiter auf den Karten dargestellt. Der Geheimdienstchef musste überlegen wie er so viele Wörter wie möglich kombiniert um die Teammitglieder zu lenken. Natürlich aber nur zu den eigenen Agenten auf dem Feld. In Pictures werden Piktogramme auf den Karten gezeigt, die relativ abstrakt gehalten sind und auf sehr vielfältige Weise interpretiert werden können.

Hier ein paar Beispiele:

 Codenames Pictures Karten

Das Spiel beinhaltet insgesamt 280 Karten. Jede Karten ist einzigartig und gibt dem Spiel hierdurch hohes Wiederspielpotential. Es ist denkbar, dass zukünftig durch Add-on Packs neue Karten ins Spiel gebracht werden, wodurch das Spiel erneuert werden kann. 

Ein Spiel dauert ca. 15 Minuten. Wird allerdings der Attentäter aufgedeckt kann es allerdings auch bereits nach wenigen Minuten vorbei sein. Es ist definitiv ein Spiel welches man nach dem ersten Spiel neu auslegt und direkt eine weitere Runde beginnt.

 Eine Beschreibung des Spiels ist allerdings schwer. Bevor man nicht das erste Spiel gemacht hat, erschließt sich einem die Freude und der Spaß dieses Spielprinzips nur schwer. Der Geheimdienstchef muss ständig abwägen wie sein Hinweis interpretiert werden kann. Er versucht einen Hinweis zu geben der so viele Agenten (Bilder) miteinander verbindet wie nur möglich, jedoch steigt die Gefahr der Irrführung. Die Spieler auf der anderen Seite haben einen ebenso schweren Job. Sie müssen die verworrenen Hinweise entschlüsseln. Besonders im Team macht dies Spaß. Man berät sich und versucht den Hinweis aufzulösen. Es geht nicht rein um die wörtliche Interpretation des Hinweises sondern die um die übergeordnete Verbindung, die ein Wortspiel, eine Metapher, eine Kontext enthalten kann und entschlüsselt werden muss. Auch die Einordnung der Erfahrung und die Persönlichkeit des Geheimdienstchefs spielt eine Rolle bei der Analyse des Hinweises. Dies gibt dem Spiel eine große Tiefe.

Während das Raster langsam mit blauen oder roten Markern der entdeckten Agenten gespickt ist, steigt die Spannung. Wer zuerst alle seine Agenten findet gewinnt. Dies führt zu höhere Risikobereitschaft, den idealen Tipp zu geben und an dem generischen Team vorbeizuziehen. Freude und Gelächter zum Ende des Spiels sind so sicher wie das Amen in der Kirche und man diskutiert wie man diesen und jenen Hinweis eigentlich gemeint hatte.

 

Fazit:

Wir lieben das neue Codenames: Pictures. Es ist ein bekanntes Spielsprinzip was durch die neuen Bilder doch anders und frisch ist. Gerade die Möglichkeit Codenames und Codenames: Pictures zu mixen sind ein großer Bonus, es wird nie Langeweile aufkommen.  

Wie auch bei Codenames, wir finden nichts wirklich Schlechtes an dem Spiel. Jeder, der bisher dieses Spiel spielte, war in kürzester Zeit von dem Spiel überzeugt und wollte direkt die nächste Runde spielen. Es ist ein einfaches, soziales und schnelles Spiel. Ob Jung oder Alt, es ist ein gutes Spiel für zwischendurch und wird viele Speicher in kürzester Zeit begeistern.  

Wenn Ihr schon Codenames: Pictures gespielt hab und Anregungen oder Kritik habt, so lasst es uns wissen.

 

 

05.11.2016 21:00 von Daniel

Evolution Climate Spielverpackung von NorthStar GamesEvolution ist ein Spiel, welches seit ca. 2 Jahren auf dem Markt ist und in Deutschland von Schmidt Spiele verlegt wurde. Entwickelt wurde das Spiel von NorthStar Games und auf der Spiel 2016 in Essen gab es die neue Version zu spielen. Kickstarter Unterstützer haben das Spiel in Deutschland bisher noch nicht erhalten, werden aber aktuell versandfertig gemacht und sollten in den nächsten Wochen bei den Unterstützern ankommen.

Einführung: Evolution Climate ist ein Nachfolger für Evolution. Eine Weiterentwicklung sozusagen. Eine Evolution. J Gespielt wird ab 12 Jahren, aber auch jüngere Kinder verstehen die Mechanik schnell, und 2-6 Spieler dürfen gegeneinander antreten. Spieldauer ist ca. 1 Stunde. Es wurden 2 Versionen gezeigt: eine Standalone Version und ein Set mit dem das Spiel Evolution erweitert werden kann, wenn man dies bereits besitzt. Gute Idee wie wir finden. Entwickelt von Dominic Crapuchettes, Dmitry Knorre und Sergey Machin. Die Artworks und Grafiken sind von Ben Goldman, Catherine Hamilton und Jacoby O'Connor. Großartig wie bereits in der „alten“ Version, toll gezeichnet und sehr atmosphärisch.

Regeln:

Dinosaurier Artwork Evolution ClimateDie Regeln von Evolution Climate sind nicht groß verändert worden und in 15 Minuten schnell erklärt. Ziel ist es am Ende des Spiels die meisten Punkte zu haben – ok, dass kennt man von einigen Spielen. Punkte erhält man während des Spiels durch verspeiste Nahrung, für die Größe und für die Eigenschaften eurer entwickelten Tierarten.

Jede Runde besteht aus 5 Phasen: 
1. Karten austeilen
2. Nahrungskarte abwerfen (diese verändert jetzt auch das Klima)
3. Karten spielen
4. Bedingungen festlegen (Nahrung und Klima)
5. Fütterung

Zu Beginn einer jeden Runde werden Karten an die Spieler verteilt.

Danach muss jeder Spieler eine Karte abgeben um den Nahrungsvorrat zu bestimmen. Es gibt auch Karten mit negativen Werten… Hiermit kann man die Mitspieler ganz gut ärgern, wenn man selbst nicht viel Nahrung braucht.

Während des Spiels verwendet ihr Eigenschaftskarten (Trait cards) auf verschiedene Weise. Man kann diese zu seiner Spezies hinzufügen und Ihr damit neue Eigenschaften zusprechen. Durch Karten abwerfen kann man eine neue Spezies entwickeln, sowie die Population oder Größe einer bereits vorhanden Tierart erhöhen.

Anschließend kommt die Fütterungsphase. Nacheinander wird entweder aus dem Wasserloch Futter für seine Spezies geholt oder man lässt seine Raubtiere auf andere Rassen los. Da kommt mir gerade dieser Spruch in den Sinn: Fressen oder gefressen werden. Vom wem ist das eigentlich? Ich glaub von Mutter Natur, oder?

Wüste Artwork Evolution ClimateClimate erweitert und ändert die Regeln nur geringfügig. Jedem Spieler werden 4 anstatt bisher 3 Eigenschaftskarten zu Beginn der Runde ausgespielt, sowie eine Eigenschaftskarte je lebendiger Tierart. Als weitere Neuerung kann jede Art jetzt maximal 4 Eigenschaften besitzen, bisher waren es hier nur 3. Und es gibt neue Eigenschaftskarten mit neuen Fähigkeiten für eure Tiere.

Nun… Climate… so heißt die neue Version und dies ist auch die größte Änderung im Spiel. Zieht die Jacken aus… es wird heiß. Oder kalt? Das Klima wechselt jedenfalls im Verlauf des Spiels und ihr müsst hierauf achten, denn die Klimaveränderungen haben einen Einfluss auf eure Spezies und hierauf müsst ihr vorbereitet sein.

Die Klimaleiste und das darauf dargestellte Klima beeinflusst jeden Spieler auf unterschiedliche Weise, abhängig davon, wie jeder seine Tierarten entwickelt hat. Hier spielen die Eigenschaftskarten Ihren Einfluss aus, die eure Spezies sehr schnell aussterben lassen können oder Ihnen das Überleben sichert. Jede der 9 Regionen auf der Klimaanzeige repräsentiert das aktuelle Klima von der Eiszeit bis zur Gluthitze. 6 davon reduzieren die Population eurer Arten wenn diese eine bestimme Körpergröße besitzen. Die Extreme auf der Klimaleiste reduzieren diese ungeachtet der Körpergröße. Hitze reduziert die Population von großen Tierarten, Kälte die der kleineren Tiere. Das erschließt sich wahrscheinlich von selbst. Wer groß und schwer ist und viel Körperfett hat, ist gegen kalte Temperaturen besser geschützt.

Spezies Aufbau während des Spiels

Das Klima beeinflusst aber nicht nur die Tiere selbst, sondern hat auch Einfluss auf die Nahrung die am Wasserloch gefunden werden kann, bevor eure Arten dort auf Nahrungssuche gehen können. Ist das Klima wärmer, gibt es ausreichend Pflanzen, aber bei kalten Temperaturen sieht es damit sehr schlecht und führt gelegentlich dazu, dass es überhaupt nichts mehr wächst. Dies wird zum Verhungern und Aussterben einiger Arten führen. Aber nicht nur die Pflanzenfresse beeinflusst dies. Auch die Fleischfresser, deren Nahrungsgrundlage die Pflanzenfresser sind, leiden an diesen klimatischen Veränderungen.

Evolution Climate Spielbrett mit Klimaleiste

Ein Mechanismus der so einfach wie auch genial ist und sich so nahtlos in das Spiel einfügt, als wäre er schon immer da gewesen.

Die Entscheidung darüber, ob das Klima wärmer oder kälter wird, findet in jeder Runde nach dem spielen der Karten statt. Jeder Spieler muss vorher verdeckt eine Karte ablegen. Diese Karten bestimmen den Nahrungsvorrat. Das war bisher auch schon so. Nun gibt es Karten die ein Sonnen- oder Schneeflockensymbol tragen. Mehr Sonnen und es wird eine Stufe wärmer, mehr Schneeflocken und die Temperatur sinkt. Zu guter Letzt gibt es noch Klimaevents. Diese werden ausgelöst, wenn die jeweilige Klimastufe des Events erreicht ist, der Effekt der Karte wird abgehandelt. Es soll nicht zu viel verraten werden, aber es sind einige einschneidende Ereignisse dabei die sehr überraschend sind. 

Der Rest des Spiels läuft in altbekannter Weise fort. Die Spieler spielen reihum und versuchen Ihre Spezies fressen zu lassen bis alle satt sind oder es keine Nahrung mehr gibt. Woraufhin die Population der Art sinkt. Nahrung die gefressen wurde wird in den Beutel gelegt und gibt am Ende des Spiels Siegpunkte.

Das Spielende wird eingeleitet wenn das Deck der Eigenschaftskarten aufgebraucht wurde.

 

Fazit:

Wenn Ihr bisher Evolution noch nicht kennt und gespielt habt, habt ihr bereits ein wirklich schönes Spiel verpasst. Das schöne ist, es gibt nicht die eine Strategie die immer zu Ziel führt. Der Sieg führt nur über eine ständige und wachsame Kontrolle der generischen Arten, den cleveren Einsatz der Fähigkeiten und auch dem Mut eine Art aussterben zu lassen, wenn man keine Überlebenschancen mehr sieht.    

Die Erweiterung der Spielmechanik um das Thema Klima passt wie die Faust aufs Auge. Es ist eine wahrhaft gelungene und stimmige Ergänzung die sich ins Spiel einfügt ohne den grundlegenden Spielfluss zu zerstören. Das Klima kann in jeder Runde um bis zu 2 Stufen in die eine oder andere Richtung sich verändern. Durch die Tatsache, dass man hierauf in der Nahrungs-Nachschubphase einen gewissen Einfluss nehmen kann, macht es das Spiel nicht chaotischer. Es fügt eine weiter Strategiekomponente hinzu.

Es verändert die Spielweise wie man seine Arten aufbaut. Wenn man glaubt es wird kälter werden, weil die anderen Spieler es vermutlich in diese Richtung beeinflussen könnten, man selbst jedoch relativ kleine Arten hat, sollte man nicht die Population in seiner Runde erhöhen. Dies wäre ein verlorener Spielzug.

Wir können das Spiel wärmstens empfehlen. Das Thema ist zeitgemäß und auch für Kinder ein tolles Instrument um einige Zusammenhänge in der Natur zu verdeutlichen. Die Grafiken sind wirklich schön und der Startspielermarker ist umwerfend. Das Spiel ist schnell erklärt und ist als Familienspiel absolut geeignet. Die Spielzeit ist nicht zu lang um Gelegenheitsspieler abzuschrecken oder Kindern die Lust verlieren zu lassen.
Einziger Kritikpunkt, wenn man so will, ist das man das Spiel öfter spielen muss. Erst dann ist man in der Lage passende Spezies zu entwickeln, den Gegner im Auge zu behalten und das Klima für die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Bisher ist leider noch keine deutsche Version in Sicht. Ob Schmidt Spiele hier wieder einsteigen wird, hat man uns bei NorthStar Games nicht verraten. Wir sind gespannt. Und wer sagt, dass man mit Spielen nicht auch sein Englisch aufbessern kann?

 

23.10.2016 13:12 von Daniel

Hallo Brettspiel-Freunde. Wir haben das neue Pandemic - die Schreckensherrschaft des Cthulhu frisch erhalten und möchten euch unseren ersten Eindruck in einem Review mitteilen.

  Pandemic Cthulhu Spielaufbau und Inhalt

Wenn Ihr 2-4 Spieler um den Tisch versammelt habt, das Licht gedimmt und düstere Klänge als Hintergrundmusik laufen lasst, seid Ihr bereit eure Rolle als einer der 7 zur Verfügung stehenden Ermittler aufzunehmen: Zauberer, Jäger, Reporter, Detektiv, Doktor, Mystiker und Fahrer.  Jeder hat seine eigenen Fähigkeiten die das Spielen eines Ermittlers immer wieder ein wenig anders gestaltet. Für jeden Charakter kommen 25mm große Figuren mit. Diese sind nett gestaltet, haben allerdings nicht die Qualität wie bei manch anderen Tabletop Spielen.

Darüber hinaus stehen weiter Minis für ein atmosphärisches Spielerlebnis zur Verfügung: 26 Kultisten und 3 Shoggothen. Die diversen Marker und Karten sowie auch das Spielbrett sind wirklich top gestaltet und spiegeln das Lovecraft Universum authentisch wieder. Die Qualität Komponenten ist echt klasse.

Auf dem Spielbrett werden 4 bekannte Orte aus den Büchern dargestellt: Arkham, Dunwich, Innsmouth, und Kingsport. Jede Stadt unterteilt sich in 6 Teile.

Zu erwähnen wäre noch, dass ein schönes Inlay vorhanden ist, in dem die Figuren wunderbar Ihren Platz finden.

Worum geht es? Wie bei vielen Cthulhu Spielen, ist es die Aufgabe, Tore in eine andere Dimension zu schließen. Es gibt in jeder Stadt eines, also 4 Stück. Durch das Schließen jener Tore sollen die großen Alten, die fremden Wesen, daran gehindert werden, auf die Erde zu kommen. Schaffen sie es, ist das Spiel verloren. Und was machen diese Wesen hier? Sagen wir es so… wir werden davon nicht mehr viel mitbekommen.
Tore schließen, aber wie? Durch das Sammeln von Hinweisen der Stadtfarbe könnt Ihr die Tore durch eine Aktion schließen. Aber keine Sorge, so einfach wie es sich anhört die Tore zu schließen ist es nicht. Wie bei anderen Pandemic Spielen gibt es auch hier viele Wege zu verlieren: Wenn die Spielerkarten ausgehen ist es vorbei. Wenn die Beschwörungskarten verbraucht sind, ist es vorbei. Wenn man keine Kultisten mehr auf dem Brett platzieren kann, ist es vorbei. Kann man keine Shoggothen mehr setzen, ist es vorbei. Wenn Cthulhu durch das Tor tritt, ja, dann ist es auch vorbei.  

Zu Spielbeginn werden in den Stapel der Spielerkarten Artefaktkarten gemischt, die während des Spiels die Ermittler unterstützen. Aber leider gibt es auch schlechte Karten in diesem Stapel. Diese werden „das Böse regt sich“ genannt. Wie in klassischen Pandemic stellen diese die Ausbruchskarten dar. Das Aufdecken einer „das Böse regt sich“ Karte beschwört einen Großen Alten herauf und ein Shoggoth erscheint auf dem Board. Shoggothen sind von den Alten erschaffene Wesen die durch die Gedanken der Alten gelenkt werden können und ernähren sich von organischen Stoffen, wozu wir Menschen leider auch gehören.
Ach, an dieser Stelle sei noch erwähnt, dass einer der großen Alten ebenfalls beschwört wird, wenn ein 4. Kultist in einem Ort platziert wird, oder ein Shoggoth durch ein Tor schreitet.

Da es sich um ein Cthulhu Spiel handelt, müssen die Spieler ständig Ihren geistigen Zustand im Auge behalten. Dieser nimmt leider schnell ab wenn man auf Shoggothen trifft. Kein Wunder, so wie die Dinge aussehen… Oder wenn einer durch ein Tor geht.

Immer wenn einer dieser Situationen Eintritt wird der Stabilitätswürfel geworfen was gelegentlich zum Wahnsinn eure Ermittler führt. Ihr könnt dennoch weiterspielen und müsst nicht bis zum Ende der Partie dem grauen unbeteiligt zusehen. Allerdings verliert Ihr eure Charakterfähigkeit für das Spiel.

Es gibt bereits viele Kooperationsspiele die das Cthulhu Thema aufgreifen. Arkham Horror, Mansions of Madness, Elder Sign und v.m. Daher stellte sich mir die Frage, braucht es noch ein Weiteres? Für Fans des Lovecraft Universums wird dieses Spiel ein Pflichtkauf sein. Das Artwork ist großartig und sehr stimmig. Und wenn man schon Pandemic kennt? Nun, die Verwandtschaft ist nicht zu leugnen und man spürt die Pandemic Spielmechanik, was jedoch dem Spielspaß keinen Abbruch bringt. Für die, die allerdings Pandemic nicht mögen, empfehlen wir vorher ein Testspiel zu machen um nicht einen Fehlkauf zu tätigen.

 

12.10.2016 18:03 von Daniel
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